Ängste überwinden, innere Stärke gewinnen – Trance: Können Hypnosetherapeuten wirklich verborgene Kräfte der Psyche wecken?

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in Deutschland leben schätzungsweise mehr als 30 Millionen Menschen mit einer Angststörung. Bei einem Menschen mit jahrelanger Angst durfte ich eine Hypnosetherapie durchführen.
Der Berliner Journalist Andreas Wenderoth hat darüber einen Artikel über sein Erleben im sehr gelungenen Heft „GEOWISSEN“ Nr. 57
Den Menschen verstehen – Ängste überwinden, innere Stärke gewinnen
„Hypnosetherapie …. zwischen den Welten“, Seite 124ff geschrieben.

Um die Hypnose herum „tummelt“ sich gerade wieder viel. Wir sollten darauf achten und nach außen darstellen, dass wir Hypnose in der Prävention, Therapie und Rehabilitation von Krankheiten als approbierte Therapeuten durchführen.

Beste Grüße auf eine gute Zeit!
Ihr/Euer
Günter R. Clausen

Dr. med. Günter R. Clausen
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Psychotherapeut ∙ Psychoanalytiker
Spezialist für Ärztliche Hypnose und Hypnosetherapie
Tokiostr. 9      D    41472   Neuss

 

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http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geo_wissen/magazinuebersicht.html
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Bericht Vorstand

Liebe Mitglieder,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

im Namen des Vorstands wünsche ich Ihnen zunächst ein Gutes Neues Jahr. Wir werden uns alle Mühe geben, dass es ein solches auch für unsere Gesellschaft werden möge. Nachdem die demographischen Entwicklungen nun auch mit Macht erreichen – deutlich weniger Mitglieder kamen auf die Jubiläumsjahrestagung und zunehmend mehr Mitglieder gehen in den verdienten Altersruhestand – müssen wir uns den Anforderung stellen: Da sich bisher (noch) kein „Großsponsor“ gefunden hat, der sich für die Autogene Therapie und die Hypnose einsetzt, ist gute Tat gefragt. Als neues Format hat der Vorstand die Masterclass für Hypnose entwickelt – mit drei Zielsetzungen:

  1. Ärzten eine qualitativ hochwertige Weiterbildung in der klassischen Hypnose als Behandlungsmethode zu bieten.
  2. Gleichzeitig auch dem einzelnen Mitglied die Chance zu eröffnen, die Weiterbildungsbefugnis zu erwerben. Das realisieren wir durch das Konzept der Live-Supervision, deshalb auch die im Vergleich zu den meisten Landesärztekammern und KVen geforderten 50 Mindest-Unterrichtseinheiten die etwas höhere Stundenzahl von 64. Und

3., um die DGäHAT finanziell wieder auf Kurs zu bringen… Die Kursleiter stellen Ihre Aufwandsentschädigungen der Gesellschaft zur Verfügung, denn wir sind der Ansicht, auch in Zeiten des „hypnotherapeutischen Neglekts“, in denen durch eine Unterbewertung unseres Behandlungskonzepts und Nicht-Verbreitung in der Kollegenschaft in Deutschland, Patienten wirksame Behandlungsansätze vorenthalten werden. Das jetzt aber ausschließlich auf die Abrechnungsmodalitäten oder schlechte Vergütung schieben zu wollen, trifft nicht den Kern. Um mit Prof. David Spiegel aus Stanford, USA, zu sprechen, der auf dem 23. Psychosomatischen Weltkongress in Glasgow definierte:“With hypnotherapy you can treat every thing you can treat with psychotherapy but may be more elegant, fasterand less strained.” Dem wäre auch aus unserer Sicht nichts hinzuzufügen. Von Seiten der ambulanten Abrechnung tun sich die Verhaltenstherapeuten antragstechnisch gesehen definitiv leichter, sie können die Hypnose explizit in Ihre Behandlungspläne modular einbauen.

 

Auf Seiten der Psychodynamiker ist trotz der generellen Offenheit des Verfahrens hier noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten, da Hypnose – obwohl sie Beziehungsmedizin sui generis ist – von den nicht informierten Psychotherapeuten mit Manipulation und Fremdsteuerung gleichgesetzt wird und damit scheinbar dem Selbstbestimmungsanspruch des Patienten entgegengerichtet sei, und – obwohl die Patienten die Hypnose als Behandlungsmassnahme zunehmend aktiv suchen, wie z.B. so populäre Maßnahmen, wie eine „Massenhypnose“ durch Jan Becker über Antenne Bayern zur Unterstützung der Gewichtsabnahme ja belegen. Dass die Hypnose mehr öffentliche Aufmerksamkeit bekommt, ist auch deshalb gerechtfertigt, weil wir aus wissenschaftlicher Perspektive zunehmend verstehen, wie sie funktioniert.

Auch das Fachpublikum nimmt uns zunehmend mehr wahr. Die Strategie, auf den wichtigen Tagungen mit Symposien vertreten zu sein, macht sich bemerkbar. Alle vier wissenschaftlichen Veranstaltungen des letzten Jahres, an der wir als Gesellschaft mitgewirkt, oder sie auch ausgerichtet haben, waren gut besucht: Auf der MEG-Tagung mit etwa 20 Teilnehmern auf der MEG Science und etwa 50 bei den Vorträgen am Sonntagvormittag, auf der DGPM-Tagung mit ca. 35, der DGZH Tagung mit etwa 15 und !über 100 auf dem Satelliten-Symposium der DGäHAT auf dem DGPPN-Kongress – Natürlich zum Teil mit denselben Referenten, aber wechselnden Zielgruppen. Auch die spezifischen Angebote von Referenten unserer Gesellschaft waren sehr gut besucht, oft mit über 50 Teilnehmern.

Wo stehen wir hier inhaltlich? Auf der DGPPN-Tagung waren wir zum Beispiel unter dem Topic „Entspannungsverfahren heute und morgen“ vertreten, mit Beiträgen wie: „Kann man Hypnosetiefe und Entspannung mit Narkosetiefe-Monitoren messen?“ (Milena Seemann, Regensburg), „Suggestionen wirken- Die Objektivierung einer Sofortwirkung auf Muskelfunktionen“ (Nina Zech, Regensburg), „Eine schnell zu lernende, selbst zu steuernde körperorientierte Dissoziationstechnik (SURE) zur Selbstentspannung ohne Vorbereitung in kritischen Situationen ist genauso effektiv wie PMR“ (Philipp Kutz, Hamburg), „Photo-akustische Stimulierung – ein modernes Entspannungsverfahren – Gegenwart und Zukunft“ (Tibor Karoly Fabian, Faaborg, Dänemark/W.-R. Krause, Blankenburg) (die Abstracts können nachgelesen werden auf der Website der DGPPN (Kongressprogramm 2015, am besten über den Tag nachsehen Sa., 28.11.2015) oder auf dem Deutschen Psychosomatik-Kongress, ebenfalls als Satelliten-Symposium unter dem Motto „Qualität durch Qualifikation“ mit Themen wie: „Wie gut ausgebildet sind die Anbieter von Autogenem Training und anderen Entspannungsverfahren in deutschen psychosomatischen Kliniken? Ergebnisse einer repräsentative Umfrage.“ (Margarete Braun, Nürnberg), „Auf dem Weg zu Leitlinien für Autogenes Training: Bewertung der Studienlage.“ (Max Bregenzer, Universitätsklinikum Würzburg). Beides sind Dissertationen, die unter dem Namen vom Dissertationsserver der Universität Regensburg abgerufen werden können.

Damit ist auch schon die Brücke geschlagen zu dem nächsten Thema: Die Leitlinien Autogenes Training. Wir haben das Projekt, das bereits vor 15 Jahren die Gesellschaft intensiv beschäftigt hat, nun sehr intensiv wieder aufgenommen mit insgesamt 3 Treffen (Nürnberg und zweimal Bad Kissingen (Gastgeber war die Heiligenfeld Klinikgruppe) und 3 weiteren Telefonkonferenzen mit im Schnitt 8 Teilnehmern) und hoffen hier bald den formalen Weg in der AWMF weiter zu gehen.

Bad Kissingen liefert das nächste Stichwort: Da sich (leider) das Konzept der singulären Jahrestagung der DGÄHAT mangels Teilnehmern so nicht mehr trägt, haben wir uns nach der schlecht besuchten 20.Jubiläumsjahrestagung letztes Jahr nun den Weg zu wählen, mit der MEG auf Tagungsebene zu kooperieren. Da die MEG Veranstaltung schon seit Jahren die Hypnose-Schwerpunkts-Tagung mit den meisten hypnoseinteressierten ärztlichen Teilnehmern ist, und doch auch einige unserer Mitglieder als Teilnehmer und Referenten dort tätig sind, koppeln wir nun unsere Mitgliederversammlung an die MEG-Tagung 2016 an, und laden Sie hiermit ein, sich auch dort zum dem üblichen für DGäHAT Mitglieder schon seit Jahren ermäßigten Tarif, anzumelden.

Für die Zukunft haben wir vor, dort die etablierte ärztliche Weiterbildung in AT und Hypnose zu stärken, vor Ort dann in Zusammenarbeit mit den dortigen psychosomatischen Kliniken, die dafür Räume zur Verfügung stellen werden, aber auch regional durch eine Verzahnung der Konzepte im MedHyp Bereich und den qualifizierten Kursleitungen. Was ist hier anders und was ähnlich: An sich sind beide Weiterbildungskonzepte – unseres und das MedHyp – gar nicht weit auseinander: Unseres ist modular im Prinzip eingebettet in die Weiterbildung Psychotherapie mit etwa 600 Stunden, bei denen die Hypnose mit 10 Prozent im Kern nur einen Teil ausmacht. Beim Medhyp mit etwa 400 Stunden müssen natürlich auch psychopathologische und psychotherapeutische Grundlagen vermittelt werden, es richtet sich sozusagen an den ärztlichen Psychotherapie-Neuling, mit dem Vorteil, dass in jedem Abschnitt unmittelbar auf die Hypnose Bezug genommen wird. Hier könnte es sehr interessante Entwicklungsmöglichkeiten geben, quasi ein qualitätsgesichertes fachärztliches Weiterbildungskonzept, dass aber die Hypnose mehr berücksichtigt. Dabei ist auch Ihre Mitarbeit dringend erwünscht. Bitte melden Sie sich beim Vorstand, wenn Sie Hypnose und Psychotherapie weiterbilden wollen.

Im Zuge der großen Umwälzungen der Weiterbildungsordnungen in allen ärztlichen Fachgebieten und der Psychotherapiewissenschaften an sich wird es notwendig werden, über eine Weitung des Horizonts der DGäHAT zu diskutieren und zu entscheiden, zum Beispiel als

Deutsche Gesellschaft für ärztliche Entspannungsmethoden (um die Entwicklungen aufzugreifen und neben AT, PMR, Achtsamkeitsbasierte Entspannung, Funktionelle Entspannung, oder auch die apparativ unterstützten (Bio- und Neurofeedback) mit zu integrieren), Hypno- (se) und Autogene Therapien (um den Stellenwert der ärztlichen Therapie mittels der Beeinflussung des Autonomen Nervensystems mehr zu berücksichtigen) oder etwa als

Deutsche Gesellschaft für autogene Entspannungsmethoden, Hypno- (se) und A(erztlich angeleitete) Therapien. Auch hier freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Natürlich waren wir auch regelmäßig im Jahr 2015 mit zwei Mitgliedern auf den je zwei Treffen der AWMF und der STAEKO vertreten.

Mit besten Grüßen

Thomas Loew                        Siegfried Stephan                     Günter R. Clausen

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20. Jahrestagung der Gesellschaft

die 20. Jahrestagung – Jubiläum – ist wieder erfolgreich und mit internationaler Beteiligung verlaufen. Kolleginnen aus England, USA und der Schweiz interessierten sich für unsere Arbeit und wie AT und Hypnose bei uns vermittelt wird und verankert ist.

Am Freitag wurde bei der Mitgliederversammlung der Vorstand wiedergewählt: 1. Vorsitzender Prof. Th. Loew, Regensburg, 1. Stellvertreter Dr. S. Stephan, Mainz, 2. Stellvertreterin Dr. M. Herma- Boeters, Esslingen, Schatzmeister H. Glück, Riedstadt, Schriftführer Dr. W-R. Krause, Blankenburg.

Past President – Ehrenpräsident – ist und bleibt Dr. G.R. Clausen, Neuss!

Am Samstag waren alle Kurse im Gang, besonders gut besucht war der Kurs von Dr. Groß „SportPsychoTherapie mit Post-Hypnotischen Suggestionen“. Das wurde auch praktisch nachvollzogen, in der 3. Doppelstunde wurde sich durch Nürnbergs Grünanlagen bewegt!

Besonderes Interesse gab es dann am Abend bei dem öffentlichen Abendvortrag – ganz besonders bei der Nürnberger Bevölkerung – zu dem gleichen Thema, gehalten ebenfalls von Dr. Groß.

Der Sonntagvormittag begann mit nicht minder interessanten Vorträgen von Dr. H. Pelz, Buxtehude zu dem Thema “ Individualtherapeutischer, multimedialer und integrativer Therapieansatz mit hypnotherapeutischen Aspekten bei somatoformen und Psychosomatischen Störungen“.

Verblüffende Aha- Effekte mit sorgfältigem wissenschaftlichen Nachweis blieben nicht ohne den entsprechenden Applaus.

Der 2. Vortrag von Dr. H. Ammermann, Hamburg, gab sicher vielen Anwesenden einen ähnlichen Effekt und durchaus neue Erkenntnisse auf dem Weg zum Inneren Kind.

Alle Vorträge sind durch einen Link abrufbar.

Für eine kleine aber „gewichtige“ Fachgesellschaft ist es ein großer Erfolg, sich seit 1995 gegen die großen Tagungen zu behaupten. Wir sind durchaus stolz auf diese Leistung und wollen das weiterführen und die Methoden AT und Hypnose weiter verbreiten und verankern. In der Mitgliederversammlung (das Protokoll wird demnächst eingestellt) wurde über neue Konzepte und Möglichkeiten nachgedacht und der Vorstand wird das in der nächsten Telefonkonferenz nach den Sommerferien thematisieren.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Sommerferienzeit, Krafttanken um zu neuen Ufern aufzubrechen

Ihre

Prof. Dr. Th. Loew, Dr. S. Stephan und Dr. G.R. Clausen

 

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